Oder zwischen „Ich schaffe das allein“ und „Ich könnte es mir leichter machen“

Die ganze letzte Woche habe ich unzählige Videos zur Abnehmspritze geschaut.
Erfahrungsberichte, Erfolge, Nebenwirkungen – alles, was ich finden konnte.

Ich habe lange überlegt, ob ich meine Hausärztin darauf ansprechen soll.
Irgendwie habe ich mich davor gescheut, diesen Schritt wirklich zu gehen.
Dabei weiß ich gar nicht, wie sie reagiert hätte. Vielleicht hätte sie die Idee sogar gut gefunden und mich unterstützt?

Stattdessen habe ich mich für einen anderen Weg entschieden:
Ich habe die Spritze einfach online bestellt.
Letzten Freitag kam sie an. Seitdem liegt sie im Kühlschrank.

Und wartet.

Parallel dazu habe ich mir die App „Yazio“ installiert.
Meine Krankenkasse unterstützt das Tracking großzügig, und ich muss sagen: Die App macht es einem wirklich leicht. Mahlzeiten, Snacks und Getränke lassen sich schnell und unkompliziert erfassen – und ich habe es tatsächlich geschafft, alles zu tracken, was ich gegessen habe.

Gleichzeitig habe ich versucht, meinen Süßigkeitenkonsum deutlich einzuschränken.
Ganz ohne ging es nicht – am Ende waren es eine Packung Merci Together (verteilt auf Mittwoch und Donnerstag), eine Apfelsaftschorle und ein Stück Erdbeerkuchen mit Sahne am Samstag.

Aber: Es war bewusster. Und deutlich kontrollierter als sonst.

Auch mein Wasserkonsum steht wieder im Fokus.
Mindestens zwei Liter am Tag – das klappt ganz gut.

Und meine Apple Watch ist ebenfalls wieder im Einsatz, um mir vor Augen zu führen, wie viel (oder auch wie wenig) ich mich tatsächlich bewege.

Beim Thema Krafttraining hingegen gibt es noch Luft nach oben.
Aber ich bin zuversichtlich, dass die Motivation auch dafür noch kommt.

Das Ergebnis dieser ersten „bewussten Woche“: minus 2,2 Kilogramm.

Und genau hier beginnt mein innerer Zwiespalt.

Versuche ich es jetzt doch noch einmal ohne die Abnehmspritze?
Oder mache ich es mir bewusst etwas leichter?

Warte ich ab, wie sich alles entwickelt – und greife erst dann darauf zurück, wenn die Motivation nachlässt oder die Waage stehen bleibt?

Ich habe noch keine endgültige Antwort darauf.

Heute jedenfalls fühlt sich alles noch gut an.

Mein (spätes) Frühstück bestand aus 250 g Skyr mit 15 g Leinsamen und 100 g Brombeeren – lecker, sättigend und irgendwie ein guter Start in den Tag.

Heute Abend steht Dorsch mit Gemüse auf dem Plan.
Den Fisch habe ich selbst in Norwegen gefangen – und ich weiß jetzt schon, dass er großartig schmecken wird.

Was ich zwischendurch esse, habe ich noch nicht entschieden.
Aber in einem Punkt bin ich mir heute ziemlich sicher:

Die Spritze bleibt erstmal im Kühlschrank.

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