Im Sommer 2023 habe ich eher zufällig entdeckt, dass mein Blutdruck deutlich zu hoch ist.
Eigentlich war das vollkommen untypisch für mich – mein ganzes Leben lang lag er stabil bei etwa 120/80. Selbst in stressigen Situationen, sogar kurz vor Operationen, gab es nie Auffälligkeiten.
Umso größer war die Überraschung – und ehrlich gesagt auch der Schreck.
Meine Hausärztin empfahl daraufhin eine 24-Stunden-Blutdruckmessung.
Das Ergebnis hat uns beide sprachlos gemacht.
Innerhalb dieser 24 Stunden fiel mein systolischer Wert kein einziges Mal unter 160. Im Gegenteil: Es gab massive Ausschläge nach oben. Der höchste gemessene Wert lag bei 221/105 – und das Erschreckende daran war: Ich habe nichts davon gespürt.
Kein Schwindel, kein Unwohlsein, keine Warnsignale meines Körpers.
Nur Zahlen, die deutlich machten, dass etwas nicht stimmt.
Seitdem nehme ich Blutdruckmedikamente – aktuell Candesartancilexetil.
Anfangs lag die Dosierung bei 8 mg täglich, wodurch sich mein Blutdruck wieder gut bei etwa 120/80 stabilisierte. In einer ruhigeren Phase konnte ich die Dosis auf 4 mg reduzieren.
Inzwischen haben sich die Werte jedoch wieder leicht nach oben entwickelt und liegen häufig zwischen 140 und 150. Deshalb habe ich die Dosierung an vier Tagen pro Woche wieder auf 8 mg erhöht.
Dieser Weg ist für mich noch nicht abgeschlossen.
Ich hoffe sehr, dass ich mit meiner Abnehmreise und den geplanten Veränderungen in meinem Alltag nicht nur mein Gewicht, sondern auch meinen Blutdruck nachhaltig positiv beeinflussen kann.
Vielleicht gelingt es mir irgendwann, die Medikamente wieder deutlich zu reduzieren – oder sogar ganz darauf zu verzichten.
Mein Ziel ist es, meinem Körper wieder mehr Gleichgewicht zu schenken.
Schritt für Schritt. Mit Geduld – und dem Vertrauen, dass Veränderung möglich ist.
