Landesmeisterschaft
Gut erholt erwachte ich am Tag der Landesmeisterschaft bereits deutlich vor dem Wecker. Es war kühler als am Vortag, doch im WoMo war es auch ohne Heizung angenehm warm.
Da die Mädels noch schliefen, nutzte ich die Zeit für eine Dusche. Frisch geschniegelt und gestriegelt im chw‑Hoopers-Outfit und mit geföhnten Haaren ging es anschließend mit den beiden auf die Morgenrunde.
Um 8:30 Uhr startete das Briefing, direkt im Anschluss folgte die Parcoursbegehung für H1. Der erste Start war für 9:00 Uhr angesetzt.
Nach der Begehung holte ich Sassy, die als Dritte laufen sollte. Sie durfte noch einmal Pipi machen, dann wollte ich sie in Ruhe warmmachen – eigentlich. Denn daraus wurde nichts: Die Läufe hatten bereits zehn Minuten früher begonnen, also hieß es Kaltstart.
Zum Glück kam uns der Parcours entgegen – keine großen Ecken, flüssig zu laufen. Und Sassy? Ganz im Gegensatz zum Vortag hochkonzentriert! Wie auf Schienen lief sie ein fehlerfreies V0 – einfach richtig, richtig schön.

Gegen Ende des Starterfeldes war Emmi an der Reihe. Eigentlich ein gut machbarer Parcours für sie, doch an einer Stelle drehte ich meine Füße zu früh weg, sodass sie eine Tonne ausließ. Der Rest war jedoch wunderschön gearbeitet, und so lagen wir mit einem V5 erst einmal in Lauerposition.

Der zweite Lauf, der in umgekehrter Reihenfolge der Platzierung durchgeführt wurde, hatte es deutlich mehr in sich. Mit Sassy machte ich mir zunächst wenig Hoffnungen. Doch wieder überraschte sie mich komplett: Sie arbeitete souverän auf Distanz, löste sich gut und meisterte den Parcours bis auf eine Tonne fehlerfrei. Mit diesem unerwarteten V5 landeten wir in der Gesamtwertung auf einem tollen 2. Platz. Für die Landesmeisterwertung reichte es leider nicht ganz fürs Treppchen, da uns einige Punkte aus vorherigen Turnieren fehlten.

Auch im zweiten Lauf mit Emmi scheiterten wir an der kniffligen Stelle. Sie kassierte dort sogar einen Fehler mehr. Der übrige Parcours war jedoch wieder sehr schön, sodass wir mit einem SG10 ins Ziel kamen. Für eine Platzierung auf dem Treppchen reichte es damit an diesem Tag leider nicht.

So hat die „Grand Dame“ dem Jungspund heute noch einmal eindrucksvoll gezeigt, wie es geht – und genau das hat mich riesig gefreut. Mein kleines Buddeldozerchen war einfach mega!

Am Nachmittag wurde die Siegerehrung mit einem gemeinsamen Einmarsch aller Teilnehmer eingeläutet.
Nach einer wieder einmal großzügigen Bescherung packten wir unsere Sachen zusammen und machten uns auf den Heimweg. Die Autobahn war erfreulich frei, sodass ich fast pünktlich zum WM-Spiel der deutschen Mannschaft im Verein ankam. Dort warteten noch leckeres Gemüse und Hähnchen vom Grill – ein rundum perfekter Abschluss für dieses schöne Wochenende.


Schreibe einen Kommentar