Agility-Wochenende in Bornheim-Sechtem
Am vergangenen Wochenende führte mich mein Weg ins Rheinland, wo ich als Leistungsrichterin im Einsatz war.
Da Gert das Wochenende bei seinen Eltern verbrachte, machten Kristina und ich uns mit dem Wohnmobil auf den Weg. Natürlich durften auch Sassy, Emmi und Joke nicht fehlen. Nur Chumba blieb diesmal zu Hause und ließ sich von Kristinas Eltern nach Strich und Faden verwöhnen.
Nachdem wir unseren Stellplatz eingerichtet und die Hunde ihre Gassirunde absolviert hatten, begann der gemütliche Teil des Abends. Gemeinsam mit den anderen Campern saßen wir bei angenehmen Temperaturen zusammen, tauschten Geschichten aus und ließen den Tag entspannt ausklingen. Für das leibliche Wohl sorgte ein italienischer Lieferservice, der uns mit leckerem Essen versorgte.
Der zweite Einsatz der Meta Quest
Nach meinen Erfahrungen im Saarland hatte ich dem Entwickler der RunLine-App ausführlich von den Problemen berichtet, die dort aufgetreten waren. Kurz vor dem Wochenende stand bereits eine neue Version zur Verfügung, die genau diese Schwierigkeiten beheben sollte.
Entsprechend neugierig war ich natürlich auf den nächsten Praxistest. Noch am Freitagabend beschlossen wir daher, den ersten Parcours aufzubauen.
Wie schon im Saarland ging der Aufbau erstaunlich schnell. Anfangs konnten sich die Helfer ein Schmunzeln nicht verkneifen, wenn ich mit der VR-Brille über den Platz lief, Menüs bediente oder das virtuelle Raster ausrichtete. Spätestens nachdem jedoch jeder einmal selbst durch die Brille geschaut hatte, war die Skepsis verflogen. Stattdessen machte sich schnell Begeisterung breit.


Besonders erfreulich war, dass der Turnierplatz sogar etwas größer war als angegeben. Dadurch ließ sich das Raster problemlos platzieren. Auch die Sonneneinstrahlung, die bei meinem ersten Einsatz noch für Schwierigkeiten gesorgt hatte, spielte diesmal überhaupt keine Rolle mehr.
Um die nachfolgenden Parcours möglichst schnell ausrichten zu können, markierte ich mit Sprühkreide einen festen Referenzpunkt an einer Ecke des Parcours. Das erwies sich als ideale Lösung. So konnte ich das gesamte Wochenende über jeden Parcours mit Hilfe der VR-Brille aufbauen und das Raster immer wieder exakt an derselben Stelle positionieren.
Die größte Zeitersparnis zeigte sich beim Aufbau der Parcours der Leistungsklassen 2 und 3 sowie beim Umbau vom A-Lauf zum Jumping oder umgekehrt. Bei den Parcours der Klassen 0 und 1 dürfte der Zeitvorteil gegenüber der klassischen Aufbaumethode zwar geringer ausfallen, doch spätestens bei komplexeren Umbauten spielt die Technik ihre Stärken voll aus.
Spannende Turniertage
Da ich im Vorfeld nicht einschätzen konnte, welches Leistungsniveau die Starter in dieser Region mitbringen würden, war ich natürlich gespannt, wie meine Parcours angenommen werden.
Am ersten Turniertag waren die Parcours der Klassen 0 und 1 möglicherweise einen Tick zu anspruchsvoll als gewollt. Die Parcours der Klasse 2 passten dagegen sehr gut, während die Klasse 3 einen nahezu perfekten Auftakt in das Wochenende erwischte. Die Teams hatten sichtlich Freude an den Herausforderungen und die gezeigten Leistungen konnten sich absolut sehen lassen.
Am zweiten Tag nahm ich die Anforderungen für die Klassen 0 und 1 etwas zurück. Das Ergebnis waren viele zufriedene Gesichter und strahlende Teilnehmer bei der Siegerehrung.
Die Starter der Klasse 2 mussten sich teilweise etwas mehr anstrengen, während die Klasse 3 bereits bei der Parcoursbegehung mit deutlich sichtbaren Denkfalten unterwegs war. Dennoch gab es durchweg schnelle, spannende und vor allem variantenreiche Läufe, die sowohl den Hunden als auch ihren Hundeführern großen Spaß zu machen schienten.
Entspannte Hunde und ein erfolgreicher Start für Emmi
Während ich auf dem Platz beschäftigt war, kümmerte sich Kristina hervorragend um unsere Hunde. Die erste kurze Morgenrunde gingen wir noch gemeinsam. Danach übernahm sie die weitere Betreuung komplett.
Es gab eine zweite ausgedehnte Morgenrunde, eine weitere Gassirunde zur Mittagszeit und somit für die Hunde den ganzen Tag über ausreichend Beschäftigung und Bewegung. Gleichzeitig konnten sie jederzeit im oder vor dem Wohnmobil entspannen und mussten nie allein bleiben.

Sassy bekam außerdem weiterhin regelmäßig ihre Retterspitz-Umschläge. Sie hat sich vor gut zwei Wochen das rechte Vorderbein gezerrt und wird momentan etwas geschont. Glücklicherweise macht sie weiterhin gute Fortschritte.
Am Samstagabend durfte Emmi noch etwas arbeiten. Kristina versuchte sich mit Emmi an dem Jumping-3-Parcours, der vom Nachmittag noch stand. Anfangs fehlte ein wenig Vertrauen in Emmis Fähigkeiten. Doch je länger die beiden liefen, desto besser harmonierten sie miteinander. Am Ende absolvierten sie den Parcours nahezu perfekt.
Mit diesem positiven Erlebnis im Rücken fasste Kristina schließlich den Mut, am nächsten Tag mit Emmi in der A1 an den Start zu gehen. Gleich im ersten Lauf gewannen die beiden die Intermediate-Klasse. Lediglich eine gefallene Stange verhinderte den fehlerfreien Lauf.


Im zweiten Lauf endete der Versuch zwar mit einem DIS, nachdem Kristina die Wippe wiederholte, an der Emmi sich zuvor selbst „aufgelöst“ hatte. Da zuvor bereits ein Steg- und ein Slalomfehler aufgelaufen waren, war diese Entscheidung aber absolut richtig.


Ein rundum gelungenes Wochenende
Am Ende des Wochenendes bleibt vor allem ein rundum positives Gefühl zurück.
Die Reise nach Nordrhein-Westfalen in netter Begleitung, dem damit verbundenen Rundum-Wohlfühlpaket für die Hunde und die entspannte Zeit im Wohnmobil hätten für sich genommen bereits für ein schönes Wochenende gereicht.
Dazu kamen die vielen freundlichen Menschen vor Ort, die angenehme Atmosphäre auf dem Turniergelände und die hervorragende Zusammenarbeit mit dem gesamten Team des Veranstalters – alles das trug dazu bei, dass es ein wunderbares Wochenende wurde.
Dank des eingespielten Helferteams lagen wir an beiden Tagen hervorragend im Zeitplan. So konnten wir am Sonntagnachmittag bereits kurz nach 16 Uhr die Heimreise antreten.
Es sind genau solche Wochenenden, die zeigen, wie viel Freude unser Sport macht: motivierte Teilnehmer, tolle Hunde, engagierte Helfer, spannende Parcours und viele nette Gespräche. Und ganz nebenbei konnte die VR-Brille erneut beweisen, welches Potenzial in dieser Technik steckt.
In 14 Tagen steht bereits der nächste Einsatz an. Die Meta Quest wird dann ganz sicher wieder mit dabei sein. 😊

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