… in Dortmund – Mantrailing aus neuen Perspektiven

Am Wochenende war ich für zwei Tage in Dortmund, um meinen Trainerschein im Mantrailing zu verlängern. Zwei Tage lang wurden wir in Theorie und Praxis von einer Mantrailing-Leistungsrichterin geschult. Es war total spannend, diesen Sport einmal aus der Sicht eines Leistungsrichters präsentiert zu bekommen.

Da ich leider nur noch einen Platz ohne Hund ergattert hatte, blieben Sassy und Emmi zu Hause bei Herrchen. Das war aber gar nicht so schlimm – sie hatten ein schönes Ersatzprogramm auf dem Hundeplatz. Neben den Gassirunden mit Herrchen stand auch eine Runde mit Heike auf dem Plan.

Um mir die Zimmersuche zu sparen, war ich mit dem WoMo unterwegs. Das Parken und Übernachten vor Ort gestaltete sich allerdings etwas schwierig, da man nicht direkt mit dem Auto bis zu dem ausrichtenden Verein fahren konnte. Nach einigem Hin und Her wurde mir schließlich ein Parkplatz am Sportplatz empfohlen, den ich anfahren konnte.

Nachdem ich am Freitagnachmittag noch mit den Mädels gehoopert hatte, packte ich meine Sachen und startete gegen kurz nach acht Uhr abends in Richtung Dortmund. Die Autobahn war angenehm leer, sodass ich ganz entspannt fahren konnte. Nur die Suche nach etwas Essbarem war etwas mühsam: Erst der dritte Rastplatz, den ich ansteuerte, hatte noch geöffnet. Dort fand ich aber alles, was ich brauchte – einen gemischten Salat mit Mozzarella und ein paar Hähnchenstreifen. Den ließ ich mir gemütlich im WoMo schmecken. Es war schon ziemlich dunkel auf dem Rastplatz, und es fühlte sich irgendwie ungewohnt an, allein unterwegs zu sein – ohne Hunde an Bord, die sonst schon mal den einen oder anderen Vorbeigehenden anbellen würden.

Gut gestärkt setzte ich meine Fahrt fort und erreichte den Parkplatz gegen halb zwölf. Der Weg dorthin war allerdings ein kleines Abenteuer: eine sehr schmale Straße voller Schlaglöcher führte kurvig durch den stockdunklen Wald. Mitten im Wald angekommen: absolute Dunkelheit. Kein einziges weiteres Fahrzeug war zu sehen.

Ich richtete mich gemütlich ein und machte mich bettfertig. Genau in diesem Moment rollte ein Fahrzeug heran – Stimmen waren zu hören – doch kurz darauf fuhr es wieder weiter. Typisch: Genau in solchen Situationen fallen einem plötzlich all die Horror-Geschichten aus dem Kastenwagen-Forum ein. 😉 Mit dem beruhigenden Gedanken, dass die Bilder von Emmi und Sassy auf dem WoMo hoffentlich abschreckend genug sind, schlief ich schnell ein – und hatte eine erstaunlich ruhige Nacht.

Nach einem Morgenkaffee und einer erfrischenden Dusche ging es dann zum Verein. Zum Glück hatte ich meinen eRoller dabei – so kam ich schnell ans Ziel, während andere Teilnehmer teils 20 Minuten zu Fuß unterwegs waren. Allerdings war es in Dortmund recht frisch: Am Samstag reichte noch eine Sweatshirt-Jacke, am Sonntag kam zusätzlich die gefütterte Regenjacke zum Einsatz.

Nach der Theorie ging es ins praktische Trailen. Am Anfang war es gar nicht so einfach, genug zu sehen, wenn ein Pulk von etwa 30 Personen hinter Trainer und Team herlief. Doch von Team zu Team wurde es besser, da immer mehr Teilnehmer einfach an den Autos blieben. Am zweiten Tag war ich dann meist mit dem eRoller unterwegs – eine super Entscheidung! Aus der leicht erhöhten Position hatte ich eine viel bessere Sicht, und meine Knie dankten es mir ebenfalls. Denn selbst das lange Stehen war schon eine echte Herausforderung.

Gegen 17:30 Uhr war am ersten Tag Schluss. Ich erledigte noch schnell den Einkauf für das Abendessen und machte mich anschließend wieder auf den Weg zu meinem Parkplatz im Wald. Diesmal war dort deutlich mehr los: Gassigänger und Fußballspieler vom nahegelegenen Sportplatz waren unterwegs. Bis etwa 23 Uhr brannten sogar zwei Laternen. Danach kehrte wieder Ruhe ein – und die gewohnte Dunkelheit. Zwar kamen immer mal wieder Autos angefahren, die jedoch kurz darauf wieder verschwanden. Vielleicht dachten einige, sie wären ungestört… aber nix war’s. 😉

Der zweite Tag startete ähnlich wie der erste – nur das Wetter spielte diesmal weniger mit. Zu den ohnehin kühlen Temperaturen kam noch Nieselregen dazu. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch: Die Theorie war weiterhin sehr interessant, und auch das Beobachten der Teams blieb spannend und kurzweilig.

Um 17 Uhr war es dann geschafft. Ein letztes Mal ging es mit dem eRoller zurück zum Parkplatz – und dann ab nach Hause. Die Autobahn war angenehm leer, sodass ich ganz entspannt und ohne Stau durchrollen konnte.

Gegen 20 Uhr kam ich zu Hause an und wurde natürlich stürmisch von den Mädels begrüßt. Auch Gert war erleichtert, dass ich wieder gut angekommen war. Gemeinsam ließen wir den Abend ganz entspannt auf der Terrasse ausklingen.

Fazit:
Es waren zwei spannende Tage, aus denen ich viele neue Eindrücke mitgenommen habe – und ich freue mich schon darauf, die neu gewonnenen Ideen im Training umzusetzen.

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